Wer im Albtal skaten will, fährt weg. Malsch, Ettlingen, Karlsruhe oder Pforzheim sind die nächsten Skateparks, 20 bis 35 Minuten mit dem Auto. Vor Ort bleiben Parkplätze, Straßen und Schulhöfe, und damit Ärger mit Anwohnern und Autos. Die Skate-Initiative Albtal will das ändern. Ryan Zinburg und Fabian Reutter, beide aus Neusatz und Rotensol, haben im September 2026 die Website skate-albtal.org gestartet, auf der sich Unterstützer aus Bad Herrenalb, Neusatz, Rotensol, Dobel und Bernbach eintragen. Die Zahl steht dort tagesaktuell und ist das Argument für das Gespräch mit Rathaus und Gemeinderat. Das Ziel ist ein öffentlicher Skatepark aus Ortbeton mit 300 bis 400 Quadratmetern, haltbar, leise und offen für Skateboard, Scooter, BMX und Inliner. Die Initiative hat Kosten, Fördertöpfe und Vorbilder aus der Region zusammengetragen: Ortbeton kostet 570 bis 980 Euro je Quadratmeter, LEADER Nordschwarzwald fördert kommunale Projekte mit 60 Prozent, das Land Baden-Württemberg gibt beim Sportstättenbau bis zu 30 Prozent dazu. Calw hat 2020 für rund 100.000 Euro gebaut, Pforzheim hat im Juli 2026 eine Anlage mit 3.350 Quadratmetern eröffnet. Als ersten gemeinsamen Schritt schlägt die Initiative ein Kleinprojekt über das LEADER-Regionalbudget vor: eine Planungswerkstatt mit Jugendlichen und ein Testtag mit mobilen Rampen. Ein zweiseitiges Kurzkonzept für Gemeinderat und Verwaltung liegt unter skate-albtal.org/gemeinde. Zur Initiative gehört auch ein kleines Browserspiel, Albtal Line, in dem man mit dem Skateboard durch das Albtal fährt. Es läuft auf skate-albtal.org/game, auch am Handy.
