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Für Gemeinderat und Verwaltung

Ein Skatepark für das Albtal. Was er bringt, was er kostet, wer ihn fördert.

Ein Skatepark ist kein Luxus für ein paar Jugendliche. Er ist ein Treffpunkt ohne Eintritt, Verein und Konsumzwang, an dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene sich bewegen und begegnen.

Stand der Zahlen: 14. September 2026. Jede Zahl ist unten mit Quelle belegt. Wo wir schätzen, steht es dabei.

01Was ein Skatepark bringt

Jugend bleibt im Ort

Wer heute skaten will, fährt nach Ettlingen, Gaggenau oder Pforzheim.

Bewegung ohne Verein

Kein Training, keine Saison, keine Mitgliedschaft.

Ein Ort, der ohnehin gebraucht wird

Gefahren wird sowieso.

Machbar und förderbar

Bad Herrenalb und Dobel liegen in der LEADER-Region Nordschwarzwald.

02Was er kostet

Wir wollen keine Großanlage. 300 bis 800 Quadratmeter Beton reichen für einen Park, der Anfängern und Fortgeschrittenen etwas bietet. Zur Einordnung die Spannen, die Hersteller und Branchenportale nennen. Alles netto, die Mehrwertsteuer kommt für die Gemeinde obendrauf.

Ortbeton, aus einem Guss

570 bis 980 € je m²

Haltbarste und leiseste Bauweise, ab etwa 400 m² sinnvoll. Dazu Projektierung 11.000 bis 23.000 €.1

Modulbau auf Betonplatte

grob 60.000 bis 150.000 €

Fertigelemente auf einer Platte, ab 100 m². Günstiger, aber lauter und kürzer haltbar.1

Kleine Anlage fürs Albtal

200.000 bis 350.000 €

Unsere Schätzung für 300 bis 400 m² Ortbeton inklusive Planung, aus den Herstellerspannen gerechnet. Vor Ort kommen Bänke, Mülleimer, Beleuchtung und Zuwegung dazu.

Zum Vergleich

100.000 €

hat Calw 2020 für einen Skatepark in der Kernstadt eingeplant, mit Beteiligung der Skater.4 Pforzheim baut gerade eine 3.350-m²-Anlage mit Pumptracks für rund zwei Millionen Euro brutto.3

Richtwert des Branchenportals sportstaettenrechner.de: 320 bis 500 € je m², vermutlich ohne Planung und Nebenkosten.2

03Wer fördert

ProgrammQuoteWas das für uns heißt
LEADER Nordschwarzwald
EU und Land, Periode 2023 bis 2027
60 % für kommunale und gemeinnützige Projekte, 70 % für private gemeinnützige Träger, Mehrwertsteuer nicht förderfähigBad Herrenalb und Dobel liegen komplett in der Kulisse. Handlungsfeld „Lebensqualität durch Engagement“. Anträge laufen über die Geschäftsstelle im Landratsamt Calw.5
LEADER-Regionalbudget80 % für Kleinprojekte von 2.000 bis 20.000 € netto, 175.000 € im Jahr für die RegionPasst für die nächste Stufe: Planungswerkstatt, Beteiligung, mobile Rampen für einen Testtag.6
Land Baden-Württemberg, Kommunale Sportstättenförderung30 % beim Neubau, Zuschüsse zwischen 11.000 und 600.000 €Antrag bis 31. Dezember des Vorjahres über die Rechtsaufsicht, Bewilligung durch das Regierungspräsidium. Voraussetzung ist eine Nutzung für Schul- oder Vereinssport, das klären wir mit dem Regierungspräsidium. Calw hat mit dieser Quote gerechnet.7
Bund, Sanierung kommunaler Sportstätten333 Mio. € in der ersten Tranche 2025/2026Nur Sanierung, kein Neubau. Gaggenau hat für seinen geplanten Park Bundesmittel beantragt. Nächste Tranche beobachten.8
Sponsoring und SpendenoffenBetriebe aus der Region, Crowdfunding. Branchenerfahrung: Spenden im mittleren fünfstelligen Bereich sind erreichbar.2

Rechenbeispiel: Eine Anlage für 250.000 € netto mit 60 % LEADER-Förderung kostet die Gemeinde 100.000 € plus Mehrwertsteuer. Mit Sponsoring und Eigenleistung der Initiative wird es weniger.

04Wer betreibt

05Wie es abläuft

  1. Gespräch mit Rathaus und Gemeinderat. Wir stellen die Initiative vor, mit den Unterstützern im Rücken.
  2. Fläche prüfen. 300 bis 800 m² Asphalt oder Beton, gut erreichbar, in Gemeindehand, nicht direkt an Schlafzimmern. Vorschläge sammeln wir auf der Startseite.
  3. Kleinprojekt über das Regionalbudget. Planungswerkstatt mit Jugendlichen und einem Skatepark-Planer, mobile Rampen für einen Testtag.
  4. Konzept und Förderantrag. Entwurf, Kostenschätzung, LEADER-Antrag über die Geschäftsstelle, parallel Landesförderung prüfen.
  5. Bauen und eröffnen. Mit Sponsoren aus der Region und Eigenleistung der Initiative.

06Vorbilder aus der Nähe

Entfernungen ab Bad Herrenalb, Luftlinie gerundet.

07Ansprechpartner

Skate-Initiative Albtal, Ryan Zinburg und Fabian Reutter. info@skate-albtal.org


Quellen (abgerufen am 14.09.2026)
  1. Techramps, Bauprozess des Skateparks, Budget: techramps.com/de/bauprozess-des-skateparks,i/budget,hjd
  2. sportstaettenrechner.de, Skatepark bauen: Kosten, Finanzierung und Förderprogramme
  3. Stadt Pforzheim, Skateanlage im Enzauenpark; wirtschaftskraft.de, Skatepark im Enzauenpark kommt
  4. Schwarzwälder Bote, Calw: Bekommt Stadt einen Skatepark? (2020) und Calw: Wird Skatepark in Kernstadt verlegt? (beide Artikel online nicht mehr abrufbar, geprüft 25.09.2026)
  5. LEADER Nordschwarzwald, Förderhöhe und LEADER-Gemeinden: leader-nordschwarzwald.de
  6. LEADER Nordschwarzwald, Regionalbudget: leader-nordschwarzwald.de/regionalbudget
  7. Förderdatenbank des Bundes, VwV Kommunale Sportstättenförderung Baden-Württemberg; Regierungspräsidien Baden-Württemberg, Förderung Kommunaler Sportstättenbau
  8. Kultusministerium Baden-Württemberg, Bundesprogramm Sanierung kommunaler Sportstätten; BNN, Gaggenau will Fördergeld vom Bund (16.12.2025)
  9. Universitätsstadt Tübingen, Satzung über die Benutzung des 3-in-one-Bewegungsparks
  10. VIBSS, Betreibermodelle für Sport- und Freizeiteinrichtungen